Oct 23 2007

nochmals Bahn wahn die x.

hier der Brief im Original

Beschwerde und Anmerkungen,

Fahrt am 18.10.2007
mit Regionalverkehr von
Augsburg nach Freiburg
(über Ulm, Neustadt)
Abfahrt 16:35 (2x Umsteigen)
gepl. Ankunft 22:18

Fahrkarte ein Schwerbehindertenausweis mit Wertmarke und 2 Tickets für Teilstrecken

Guten Tag,

  1. am 18.10.2007 fallen in Augsurg, mit einer Ausnahme alle Züge wegen Streik aus, obwohl der Streik bereits um 11.00 Uhr beigelegt war. Das stieß bei mir und vielen anderen auf großen Unmut gegenüber der DB.
  2. Ich war froh das mein Zug fuhr, allerdings schon in Augsburg mit arger Verspätung
  3. hatte ich extra noch ganz kurz zuvor auf den Internetseiten der Bahn unter Aktuell nachgesehen ob meine beabsichtigte Verbindung fährt. Das tat Sie, und wahrscheinlich wäre ich auch gut durchgekommen.
  4. hatte der Regionalexpress über eine halbe Stunde Verspätung, so dass ich den Anschlusszug (im Normalfall 28 min Zeit) nicht erreichte, denn dieser fuhr Planmässig.
  5. einen „Schaffner“ konnte ich im Zug nach Ulm nicht finden.
  6. Eine Alternative mit der Regionalbahn nach Freiburg zu kommen gab es dann ab 18:15 (Zugeinfahrt) nicht mehr
  7. Im Reisezentrum hatte man mich nach langen Anstehen, nachdem man mein Problem angehört hatte und trotz des Hinweises das ich Schwer Gehbehindert bin, einfach wieder rausgeschickt – obwohl ich mir sicher bin das die Dame im Reisezentrum mein „Problem“ auch hätte lösen können. – da ärgerte ich mich, konnte das aber noch verkraften – zumal mein Hauptproblem darin bestand nach Hause zu kommen.
  8. So bin ich dann an den Servicepoint, dort musste ich ersteinmal mein Ticket „Riedlingen- Herbertingen“ (KBS 755 ?) lösen, das ist das Teilstück welches nicht mit dem Scherwerbehindertenausweis und Wertmarke abgedeckt ist.
    Der Bahnmitarbeiter war nicht bereit sich vorher mein Problem auch nur anzuhören, obwohl es offensichtlich war auf welchem Weg ich unterwegs war (hatte mir ja einen Plan in Augsburg mit Datum und Kennnummer ausgedruckt)
  9. nachdem ich das Ticket dann hatte funktionierte alles gleich viel besser … ich hab mich gefragt was wohl passiert sollte ich mal in einer ähnliches Situation von Stuttgart nach Freiburg unterwegs sein (Extrembeispiel, da benötige ich kein (!) Einzelticket)
  10. Ich dachte nun könnte ich auf dem kürzesten Wege „mit dem Zug der mich mit der geringsten Verspätung“ ans Ziel bringt fahren. Und da wären sicher welche gefahren … musste ich nach Rücksprache mit einer Leitstelle (Telefon) nach Karlsruhe noch einmal extra Umsteigen und in Regionalzügen weiterfahren.
  11. Ich hab noch mal darauf hingewiesen das ich Schwerbehindert bin und nicht nach belieben überall warten, treppen rauf und runterlaufen kann und das ich dachte man würde mich doch mit „möglichst geringer Verspätung“ ans Ziel bringen.
  12. Durch die Verspätung war zu befürchten das ich die letzte Sinnvolle Busverbindung in Freiburg nach Hause verpasse.
  13. Trotz all der Hinweise und Proteste gab der Mitarbeiter am Serviceschalter zu verstehen das er nichts tun könnte, was ich ihm auch glaube, da ihm durch die Leitstelle am Telefon (trotz seiner Nachfrage) nur diese Option ermöglicht wurde.
    An Dieser Stelle ein Lob für diesen Engagierten Mitarbeiter, ich hab ihn als offen und „witzig“ erlebt. (ich glaube Schell hiess er)
  14. So bin ich Schlussendlich um 23:20 in Freiburg angekommen (gepl. Ankunft 23:14)
    ein Bus fuhr Glücklicherweise noch in Freiburg, auch wenn das schwieriger war …
    Die entstandene Mehrbelastung für ich hätte leicht verhindert werden können

    • Es gab von Ulm aus eine Verb. Die mich hätte um 22:15 ankommen lassen
    • Es gab auch eine Verbindung bei der ich led. 1 mal hätte umsteigen müssen
  15. In Ulm wurde ein Zug im Gleis gewechselt, und auf den Anschlagstafeln stand wiedersprüchliches Zeug, so musste ich – trotz eigentlich richtigen Zuges, der in Ulm „einfach“ umdeklariert wurde noch 2 mal Treppensteigen
    (Die Züge Gleis 3 und Gleis 6 wurden vertauscht, das Schild auf Gleis drei zeigte meinen richtigen Zug an)

Es tut mir leid das so schreiben zu müssen, und irgendwie kann ich mich auch heute noch darüber aufregen wie dieser Tag für mich gelaufen ist. Ich frage mich ernsthaft wie die Bahn sich so ein Verhalten gegenüber Schwerbehinderten erlauben kann …

Ich fahre die Strecke öfter (Augsburg Freiburg) und dies ist im Grunde nur einer von einer Reihe an Vorfällen ..

Ich erwarte ein Statement von Ihnen, und Kulanz

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